Wirbelsäule
Die Wirbelsäule erfüllt als Achsenorgan mit ihren physiologischen Krümmungen unterschiedliche Funktionen. Einerseits bietet sie die nötige Stützkraft für den aufrechten Gang, indem sie einen großen Teil unseres Körpergewichtes trägt, andererseits ermöglicht sie die Bewegung des Rumpfes. Zusätzlich bildet die Wirbelsäule den schützenden Kanal für das empfindliche Rückenmark, welches als schnelle Leitungs- und Verbindungsbahn zwischen Körper und Gehirn dient.
Die 24 beweglichen Wirbel sind durch Bandscheiben, Wirbelbogengelenke, Bänder und Muskeln miteinander verbunden.
Die Bandscheiben (4-6 mm dicke Knorpelscheiben) fungieren als "Stoßdämpfer" zwischen den Wirbelkörpern und absorbieren große Kompressions- und Stoßkräfte.
Aufgrund der starken Belastungen, der die Wirbelsäule im Laufe eines Lebens ausgesetzt ist, treten entsprechende Schmerzbilder und degenerative Veränderungen auf. Diese reichen von „einfachen“ Überlastungen des Muskel,- und Bandapparates sowie Abnützungen der Wirbelbogengelenke und Bandscheiben bis zu Bandscheibenvorfällen und Wirbelkörpereinbrüchen. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Glauben führt der relativ häufig diagnostizierte Bandscheibenvorfall nur sehr selten zu einer echten Nervenschädigung (Kompression).
Das Spektrum der Behandlung reicht von der medikamantösen Schmerztherapie und Infiltrationstherapie bzw. der interventionellen Schmerztherapie über die Manualmedizin, Physio- und Ergotherapie sowie diversen Formen der physikalischen Therapie bis hin zu Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Ausgeprägten Schmerzbildern, die ambulant keine zufriedenstellende Verbesserung erreichen, können im Zuge eines stationären Aufenthaltes mittels eines multimodalen Schemas erfolgreich behandelt werden. Bei Wirbelkörpereinbrüchen bietet sich die Möglichkeit einer Zementierung bzw.Aufrichtung des betroffenen Wirbelkörpers an (Vertebroplastie bzw. Kyphoplastie). Dieser Eingriff muß ebenfalls unter stationären Bedingungen erfolgen.
