Manuelle Medizin
Bei der Manuellen Medizin handelt es sich um eine Methode zur Diagnostik und Therapie des Bewegungsapparates, wobei hierbei nicht Spritzen oder gar das Skalpell sondern einzig die Hand (lat. Manus) zum Einsatz kommt.
In erster Linie geht es um das Erfassen und Behandeln von Funktionsstörungen, welche sowohl Gelenke, Muskeln aber auch die Haut betreffen können. Für die Behandlung von muskulären Funktionsstörungen kommen Techniken zur Kräftigung und Dehnung zum Einsatz. Bei Funktionsstörungen von Gelenken können Mobilisationstechniken oder Manipulationen ("Knacksen") zu einer Wiederherstellung des Gelenksspieles führen.
Vorraussetzung für eine manualtherapeutische Behandlung (wie z.B. das Manipulieren von einem blockierten Wirbelsegment) ist eine detaillierte klinische Untersuchung unter Anwendung spezifischer diagnostischer "Handgriffe". Bei der Manuellen Medizin kommt der immense Wert der Hände als "Werkzeug des Geistes" besonders zur Geltung. Zur Ausübung der Manuellen Medizin bedarf es einer durch die Ärztekammer anerkannten Ausbildung welche insgesamt über 300 Lehrstunden in Theorie und Praxis beinhaltet und mit einer Diplomprüfung abgeschlossen wird.
