Hüfte

Hüftschmerzen zählen zu den häufigsten Schmerzbildern am Bewegungsapparat und müssen von anderen Schmerzursachen wie Fehlbelastungen der Lendenwirbelsäule abgegrenzt werden.

häufige Krankheitsbilder der Hüfte sind:


  • Coxarthrose: degenerative Erkrankung des Hüftgelenks, gekennzeichnet durch zunehmende Schmerzen und Einschränkung der Beweglichkeit. Mit steigendem Lebensalter nimmt der Gelenkverschleiß zu und damit die Wahrscheinlichkeit, eine symptomatische Coxarthrose zu entwickeln. Andere Risikofaktoren sind Fehlstellungen (z.B. Hüftdysplasie, FAI) oder Deformierungen im Kindes- und Jugendalter (Perthes-Erkrankung, Epiphysenlösung).

  • Hüftdysplasie: eine angeborene Fehlstellung des Hüftgelenks, die im Erwachsenenalter zu einer frühzeitigen Abnützung führt. Durch die routinemäßige Ultraschalluntersuchung von Neugeborenen ist diese Erkrankung deutlich zurückgegangen.

  • Femoro-Acetabuläres Impingement (FAI): durch anatomische Varianten verursachte Einklemmungssymptomatik zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne, die ebenfalls zu einer frühzeitigen Abnützung führen kann.


Therapie: Bei akuten Schmerzepisoden helfen entzündungshemmende Schmerzmittel, evtl. als Infiltration in oder an das Gelenk. Physiotherapie (Heilgymnastik) hilft, die Beweglichkeit des Hüftgelenks zu erhalten und muskuläre Störungen zu beheben. Der Ausgleich eines Beckenschiefstandes oder dämpfende Einlagen entlasten das Gelenk ebenfalls.
Operationen, die das Gelenk erhalten, sind bei Fehlstellungen im jüngeren Alter möglich. In den allermeisten Fällen ist aber ein künstlicher Gelenkersatz (Totalendoprothese) die sinnvollste Methode, um eine Coxarthrose operativ zu behandeln. Eine relativ neue Methode ist die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) des Hüftgelenks, die Anwendungsgebiete sind noch eng begrenzt.