Hand

Immanuel Kant bezeichnete die Hand treffenderweise als "Werkzeug des Geistes". Ein teilweiser oder vollständiger Funktionsverlust der Hand bedeutet für den Patienten eine beträchtliche Einschränkung in seiner Selbständigkeit. Umso wichtiger ist eine rasche und effiziente Behandlung von Erkrankungen der Hand.

Häufige Krankheitsbilder der Hand sind:

  • Carpaltunnelsyndrom: Einengung eines wichtigen Nerven (Nervus medianus)auf Höhe der Handwurzel im sog. Carpalkanal. Sie führt zu Taubheitsgefühl von Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie Schmerzen, die bis in den Oberarm ausstrahlen können. Durch abschwellende Lokalmaßnahmen, Nachtschienen und Infiltrationen kann der Nerv entlastet werden, bei anhaltenden Beschwerden ist eine operative Sanierung notwendig.

  • schnellender Finger: "Schnappen" des Fingers bei Beugung durch Einengung der Fingersehne meist auf Höhe des Grundgelenks an der Handinnenseite. Infiltrationen und entzündungshemmende Maßnahmen helfen v.a. im Anfangsstadium, definitiv kann die Verengung durch einen kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung beseitigt werden.

  • Tendovaginitis stenosans De Quervain: Sehnenscheidenentzündung über dem Handgelenk durch eine Einengung von Sehnen des Daumens in einem bindegewebigem Sehnenkanal. Therapie: abschwellende und entzündungshemmende Lokalmaßnahmen, evtl. Infiltrationen. Die Einengung kann auch durch einen kleinen operativen Eingriff beseitigt werden.

  • Dupuytren'sche Kontraktur: Ausbildung von Knoten und Strängen an der Handinnenfläche unbekannter Ursache. Bei zunehmender Bewegungseinschränkung der Finger sollte eine operative Sanierung erfolgen.

  • Rhizarthrose: Abnützung des Daumensattelgelenks (zwischen Handwurzel und Mittelhandknochen des Daumens). Konservative Therapiemaßnahmen umfassen Physikalische Therapie, Entlastung durch Schienen und Infiltrationen. Sollten diese Maßnahmen zu keiner anhaltenden Besserung führen, kann eine Operation (Resektions-Suspensions-Arthroplastik) deutliche Linderung bringen.

  • Heberdenarthrose: Abnützung der Fingerendgelenke mit knöcherner Auftreibung, Knotenbildung und Schmerzen in diesem Bereich. Als Therapie stehen schmerz- und entzündungshemmende Lokalmaßnahmen im Vordergrund, eine Operation (Gelenkversteifung) ist nur selten notwendig.